Funk-Video-Babyfon selbstgemacht

Letzte Woche wurde unser zweites Kind geboren und jetzt wird das Babyfon-Thema wieder aktuell. Bei unserem Erstgeborenen hatten wir ein normales Philips Babyfon gekauft und dann schnell festgestellt, daß nur Audio bei Neugeborenen oft nicht reicht. Statt einem teuren Video-Babyfon haben wir das mit einer WLAN-fähigen Infrarot IP-Kamera mit Fernsteuerung kombiniert, die für deutlich unter 100€ neu zu haben ist (z.B. die hier). Damit kann man das Kind nachts in seinem Bettchen beobachten wenn man noch wach ist. Sehr praktisch und auch später noch gut weiternutzbar.

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Da der Erstgeborene erst 2 ist brauchten wir jetzt eine weitere Kamera für Nachts und es zeigte sich, daß solche quasi-stationären Kameras (festgeschraubt, Netzteil) nicht immer ausreichen, z.B. wenn das Baby tagsüber im Laufstall schläft und man mal auf Toilette muß, das Kind aber nicht mitnehmen möchte. Da wir noch diverse alte Smartphones hatten bot sich das als Lösung an und tatsächlich funktioniert das erstaunlich gut und einfach für wenig Geld.

Man benötigt:

  • ein Android-Handy, gerne gebraucht und billig (bei ebay gibts z.B. Samsung Galaxy Pocket/Young/Fame/Star für teilweise unter 10€, sicher aber welche für unter 20€) – bis Android 2.3 Gingerbread hinab funktionierts auf jeden Fall
  • die App IP WebCam (kostenlos)
  • ein WLAN
  • Irgendwas um das Handy entsprechend aufzustellen und auszurichten (z.B. eine billige KFZ-Halterung oder selbstgebaut aus Holz/Plastik/Pappe)

App installieren und starten, Einstellungen müssen nicht zwangsläufig geändert werden, ganz unten auf „Server starten“ drücken und schon sieht man im Display das Bild und die Adresse auf die man mit dem Browser gehen muß. Display sollte man dann ausschalten (Akkuverbrauch) und fertig.

Das Ergebnis ist eine komplett mobile Kamera für 0-30€. Höchst praktisch.Babycam1

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3 Gedanken zu “Funk-Video-Babyfon selbstgemacht

  1. Finde ich eine super Sache mit den Handys. Wir haben vier DCS-932L (die erste, weil ich Spielzeug mag, die anderen drei, weil meine Frau „uiii, ich kann aus dem Urlaub meine Kätzchen sehen. Wieso sehe ich keine Kätzchen? Na kommt, lauft durchs Bild…“) – laufen seit drei Jahren problemlos. Nun haben wir seitdem jüngere Katzen, die mehr Orte aufsuchen, insofern ist das eine interessante Lösung für die „Restbereiche“. Auch wenn das Ideos X3 sich anfühlt, als fängt es gleich an, zu brennen.

    Ich möchte dazu die (ebenfalls kostenlose) App „IP Cam Viewer“ (Robert Chou) für Android empfehlen, dann kann man mehrere Kameras gleichzeitig auf dem Tablet sehen. Markenkameras sind intuitiv, „Deinen“ IP WebCam-App-Feed bekommt man als „Marke“ Android und Model „IP Webcam for Android“ problemlos zum Laufen. 1a auch über Dyndns. Im Spontantest mit den vier Kameras und zwei Handys sieht das dann so aus:

    Der Nachteil ist halt, dass man nachts nichts sieht, aber vielleicht ist der App-Entwickler ja mal so nett, das nachzuprogrammieren; die Handykamerachips müssten IR ja „sehen“ können.

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